Det här innehållet finns hittills på tyska och engelska; menyer och rubriker är översatta.
Nachweise, Zertifikate und Microcredentials
Ein Nachweis ist nur so viel wert, wie andere ihm vertrauen. Papierzeugnisse lassen sich fälschen, PDFs noch leichter; digitale Nachweise nach offenen Standards tragen ihren Echtheitsbeweis in sich und lassen sich in Sekunden prüfen.
Die Beiträge in diesem Bereich erklären die Begriffe und Standards — von Microcredentials nach der Empfehlung des Rates über W3C Verifiable Credentials und Open Badges bis zu Europass und den Qualifikationsrahmen EQR und DQR — und zeigen, worauf Aussteller und Prüfer achten sollten.
Microcredentials: Was sie sind und was sie enthalten müssen
Ein Microcredential ist nach der Empfehlung des Rates der EU vom 16. Juni 2022 der Nachweis von Lernergebnissen, die jemand nach einer kleinen Lerneinheit erworben hat und die anhand transparenter, klar definierter Kriterien geprüft wurden. Die Empfehlung nennt Pflichtangaben wie Lernergebnisse, Arbeitsaufwand (möglichst in ECTS), Niveau, Prüfungsart und Qualitätssicherung, damit Microcredentials in Europa vergleichbar und anrechenbar werden.
LäsMicrocredentials für Unternehmen: selbst ausstellen, gut aufbauen
Ja, Unternehmen dürfen Microcredentials selbst ausstellen: Die Empfehlung des Rates der EU vom 16. Juni 2022 nennt Arbeitgeber und Industrie ausdrücklich als Anbieter. Damit ein betriebliches Microcredential den europäischen Vorgaben folgt, braucht es Lernergebnisse, die nach transparenten Kriterien geprüft wurden, die elf Pflichtangaben aus Anhang I und eine benannte Qualitätssicherung. Eine Anerkennung oder Anrechnung folgt daraus nicht automatisch — darüber entscheidet, wer den Nachweis erhält.
LäsVerifiable Credentials: digitale Nachweise nach W3C-Standard
Verifiable Credentials sind digitale Nachweise nach einem offenen Standard des W3C, die ein Aussteller kryptografisch signiert, ein Inhaber verwahrt und ein Prüfer ohne Rückfrage beim Aussteller auf Echtheit, Unverändertheit und Widerruf prüfen kann. Das Datenmodell in Version 2.0 ist seit dem 15. Mai 2025 eine W3C-Empfehlung und Grundlage für Bildungsnachweise wie Open Badges 3.0 und europäische digitale Nachweise.
LäsZertifikat auf Echtheit prüfen: So funktioniert der QR-Code
Ein QR-Code auf einem Zertifikat führt zu einer Prüfseite des Ausstellers, die anhand eines nicht erratbaren Codes zeigt, ob der Nachweis echt, gültig und nicht widerrufen ist. Wichtig ist, dass die Prüfseite wirklich zum Aussteller gehört, die angezeigten Daten mit dem Dokument übereinstimmen und — bei signierten Nachweisen — die kryptografische Prüfung erfolgreich ist.
LäsOpen Badges oder Verifiable Credentials? Standards im Vergleich
Open Badges ist ein offener Standard für digitale Abzeichen und Zertifikate im Bildungsbereich; W3C Verifiable Credentials ist ein allgemeiner Standard für signierte, maschinenprüfbare Nachweise jeder Form. Seit Version 3.0 sind Open Badges selbst als Verifiable Credentials aufgebaut, sodass die Frage meist nicht „entweder oder“ lautet, sondern welches Profil des gemeinsamen Datenmodells passt.
LäsDigitale Zeugnisse: Was rechtlich gilt und was technisch geht
Ob ein digitales Zeugnis das Papier ersetzt, hängt vom Zeugnis ab: Hochschulzeugnisse richten sich nach Landesrecht und Prüfungsordnung, Arbeitszeugnisse dürfen nach § 109 Abs. 3 GewO mit Einwilligung des Arbeitnehmers elektronisch erteilt werden. Technisch überzeugen digitale Zeugnisse, wenn sie signiert oder gesiegelt und über eine Prüfseite oder als Verifiable Credential prüfbar sind.
LäsEuropass und European Digital Credentials erklärt
Europass ist ein kostenloser Dienst der EU für Lebenslauf, Kompetenzen und Qualifikationen, rechtlich gestützt auf den Beschluss (EU) 2018/646. Zu ihm gehören die European Digital Credentials for Learning (EDC): ein mehrsprachiges Format für elektronisch gesiegelte Bildungsnachweise, für das die Kommission Werkzeuge zum Ausstellen, Verwahren, Teilen und Prüfen bereitstellt.
LäsKompetenzpass: Fähigkeiten sichtbar und übertragbar machen
Ein Kompetenzpass sammelt die Nachweise eines Menschen über Kompetenzen — aus Schule, Studium, Beruf und Weiterbildung — an einem Ort, der dem Menschen selbst gehört. Wertvoll wird er, wenn die einzelnen Belege prüfbar sind, etwa als Verifiable Credentials, und wenn der Inhaber selbst entscheidet, wer welche Angaben sieht.
LäsWeiterbildungsnachweise für Audits: Was Prüfer sehen wollen
Bei Audits und behördlichen Prüfungen zählt, ob ein Unternehmen belegen kann, dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit mit den richtigen Inhalten geschult wurden. Prüffest sind Nachweise, die Person, Inhalt, Datum, Ergebnis und Gültigkeit zeigen, an einen Schulungsplan anknüpfen und sich auf Echtheit prüfen lassen.
LäsEQR und DQR: Die acht Niveaus einfach erklärt
Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) ordnet Qualifikationen in acht Niveaus nach Kenntnissen, Fertigkeiten sowie Verantwortung und Selbstständigkeit ein; der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) überträgt das mit ebenfalls acht Niveaus auf das deutsche Bildungssystem. So stehen etwa Bachelor, Meister und Bachelor Professional auf Niveau 6, Master und Master Professional auf Niveau 7 und die Promotion auf Niveau 8.
Läs
