Akkreditierung und Qualitätssicherung an Hochschulen
要点の答え
In Deutschland entscheidet die Stiftung Akkreditierungsrat auf Grundlage des Studienakkreditierungsstaatsvertrags, ob Studiengänge (Programmakkreditierung) oder das Qualitätsmanagement einer Hochschule (Systemakkreditierung) die Kriterien erfüllen. Die erstmalige Akkreditierung gilt nach den Verordnungen der Länder acht Jahre; dazwischen sichert die Hochschule die Qualität mit eigenen Verfahren wie Befragungen, Kennzahlen und Studiengangsbewertungen.
ポイント
- Rechtsgrundlage: Studienakkreditierungsstaatsvertrag (seit 1.1.2018) und Verordnungen der Länder.
- Der Akkreditierungsrat entscheidet; Agenturen begutachten.
- Drei Wege: Programmakkreditierung, Systemakkreditierung, alternative Verfahren.
- Formale und fachlich-inhaltliche Kriterien.
- Erstmalige Akkreditierung acht Jahre; danach Reakkreditierung.
Wozu Akkreditierung dient
Akkreditierung ist das Verfahren, mit dem geprüft wird, ob ein Studiengang oder das Qualitätsmanagement einer Hochschule bestimmte Standards erfüllt. Sie schützt Studenten vor Studiengängen, die nicht halten, was sie versprechen, schafft Vergleichbarkeit im Europäischen Hochschulraum und ist in den meisten Ländern Voraussetzung dafür, dass ein Studiengang eingerichtet bzw. weitergeführt werden darf.
Rechtsgrundlage ist der Studienakkreditierungsstaatsvertrag der Länder, der am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, zusammen mit dem Gesetz über die Stiftung Akkreditierungsrat und den Rechtsverordnungen der Länder, die auf einer gemeinsamen Musterrechtsverordnung beruhen. Die Verordnungen enthalten die Kriterien und Verfahrensregeln.
Wer was macht: Akkreditierungsrat, Agenturen, Hochschule
Seit 2018 entscheidet die Stiftung Akkreditierungsrat selbst über die Akkreditierung. Die Hochschule beauftragt eine beim Europäischen Register für Qualitätssicherung gelistete Agentur, die das Verfahren durchführt und mit Gutachtern einen Bericht erstellt. Der Akkreditierungsrat prüft Bericht und Unterlagen und entscheidet. Entscheidungen werden in einer öffentlichen Datenbank veröffentlicht.
Die Hochschule trägt die Hauptverantwortung für die Qualität. Akkreditierung prüft, ob sie dieser Verantwortung nachkommt — bei der Programmakkreditierung je Studiengang, bei der Systemakkreditierung für das gesamte interne Qualitätsmanagement.
Programm-, System- und alternative Verfahren
Hochschulen können zwischen Verfahrenslinien wählen. Welche passt, hängt von Größe, Zahl der Studiengänge und Reife des eigenen Qualitätsmanagements ab.
| Verfahren | Gegenstand | Folge |
|---|---|---|
| Programmakkreditierung | Ein Studiengang oder ein Bündel verwandter Studiengänge | Akkreditierung der begutachteten Studiengänge |
| Systemakkreditierung | Das Qualitätsmanagementsystem der Hochschule in Studium und Lehre | Die Hochschule darf ihre Studiengänge selbst akkreditieren |
| Alternative Verfahren | Andere Ansätze, die der Akkreditierungsrat als Projekt zulässt | Zeitlich begrenzt, wird begleitet und evaluiert |
Die Kriterien
Die Verordnungen unterscheiden formale und fachlich-inhaltliche Kriterien. Formale Kriterien prüft der Akkreditierungsrat anhand eines Prüfberichts; fachlich-inhaltliche Kriterien begutachten externe Gutachter mit Vertretern aus Wissenschaft, Berufspraxis und Studentenschaft.
- Formal: Studienstruktur und Regelstudienzeit, Abschlüsse und Bezeichnungen, Modularisierung mit vollständigen Modulbeschreibungen, Leistungspunktesystem (25 bis 30 Stunden je Punkt), Anerkennung und Anrechnung, Diploma Supplement.
- Fachlich-inhaltlich: Qualifikationsziele und Abschlussniveau, schlüssiges Studiengangskonzept, Mobilität, personelle und sächliche Ausstattung, Prüfungssystem, Studierbarkeit, fachlich-inhaltliche Gestaltung, Studienerfolg, Geschlechtergerechtigkeit und Nachteilsausgleich.
- Bei Systemakkreditierung zusätzlich: ein Qualitätsmanagementsystem mit geschlossenen Regelkreisen, das alle für Studium und Lehre relevanten Bereiche umfasst.
Geltungsdauer und interne Qualitätssicherung
Die erstmalige Akkreditierung gilt nach den Verordnungen der Länder für acht Jahre; vor Ablauf ist eine Reakkreditierung zu beantragen. In der Zwischenzeit bleibt die Hochschule verantwortlich: Sie muss wesentliche Änderungen anzeigen und ihre Studiengänge regelmäßig selbst bewerten.
Die interne Qualitätssicherung lebt von Daten und Rückmeldungen. Typische Instrumente sind Lehrveranstaltungsbefragungen, Befragungen zum Arbeitsaufwand, Absolventenbefragungen, Kennzahlen zu Studienverlauf und Abbruch sowie die Beteiligung von Studenten und Berufspraxis an Studiengangsbewertungen. Digitale Werkzeuge machen das leichter — vorausgesetzt, Befragungen sind wirklich anonym und Kennzahlen werden nicht zur Kontrolle einzelner Dozenten missbraucht.
Zur Transparenz gehört, dass die Hochschule Ergebnisse und ergriffene Maßnahmen dokumentiert und Hochschulmitglieder informiert. Manche Hochschulen machen ihre Qualitätssicherung zusätzlich auf einer öffentlichen Seite sichtbar.
Wie ein Akkreditierungsverfahren abläuft
Ein Verfahren der Programmakkreditierung beginnt mit einem Selbstbericht der Hochschule: Sie beschreibt den Studiengang, seine Ziele, das Curriculum mit Modulhandbuch, die Prüfungsordnung, die Ausstattung und ihre Qualitätssicherung. Die beauftragte Agentur stellt ein Gutachtergremium zusammen, das die Unterlagen prüft und die Hochschule in der Regel vor Ort oder virtuell besucht und mit Leitung, Dozenten, Studenten und gegebenenfalls Absolventen spricht.
Das Gremium schreibt einen Akkreditierungsbericht mit Prüfbericht zu den formalen Kriterien und Gutachten zu den fachlich-inhaltlichen Kriterien. Die Hochschule kann Stellung nehmen. Auf dieser Grundlage entscheidet der Akkreditierungsrat — mit oder ohne Auflagen. Auflagen müssen innerhalb einer Frist erfüllt werden; die Erfüllung wird geprüft.
Gute digitale Unterlagen erleichtern das Verfahren erheblich: ein aktuelles, versioniertes Modulhandbuch, Auswertungen aus Befragungen, Kennzahlen zum Studienverlauf und eine nachvollziehbare Dokumentation, wie die Hochschule auf Ergebnisse reagiert hat.
手順
Verfahren wählen
Programm- oder Systemakkreditierung bzw. ein alternatives Verfahren nach Größe und Reife der Hochschule wählen.
Selbstbericht erstellen
Studiengang, Ziele, Curriculum, Prüfungen, Ausstattung und Qualitätssicherung beschreiben.
Begutachtung
Agentur beauftragen; Gutachter prüfen Unterlagen und sprechen mit den Beteiligten.
Entscheidung
Der Akkreditierungsrat entscheidet auf Grundlage des Berichts, gegebenenfalls mit Auflagen.
Weiterentwickeln
Auflagen erfüllen, Qualität laufend sichern und rechtzeitig die Reakkreditierung beantragen.
用語
- Programmakkreditierung
- Akkreditierung einzelner Studiengänge oder eines Bündels verwandter Studiengänge.
- Systemakkreditierung
- Akkreditierung des internen Qualitätsmanagementsystems einer Hochschule in Studium und Lehre.
- Reakkreditierung
- Erneute Akkreditierung vor Ablauf des Geltungszeitraums.
- Regelkreis
- Qualitätszyklus aus Ziel, Umsetzung, Bewertung und Verbesserung.
よくある質問
Wer akkreditiert Studiengänge in Deutschland?
Die Stiftung Akkreditierungsrat entscheidet. Eine zugelassene Agentur führt das Verfahren durch und erstellt mit Gutachtern den Bericht, auf dessen Grundlage der Rat entscheidet.
Wie lange gilt eine Akkreditierung?
Die erstmalige Akkreditierung gilt nach den Verordnungen der Länder acht Jahre. Vor Ablauf ist eine Reakkreditierung zu beantragen.
Was ist der Unterschied zwischen Programm- und Systemakkreditierung?
Programmakkreditierung prüft einzelne Studiengänge. Systemakkreditierung prüft das Qualitätsmanagement der Hochschule; ist es akkreditiert, darf die Hochschule ihre Studiengänge selbst akkreditieren.
Wie finde ich heraus, ob ein Studiengang akkreditiert ist?
Der Akkreditierungsrat veröffentlicht seine Entscheidungen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank.
Was passiert, wenn ein Studiengang nicht akkreditiert wird?
Dann darf er in der Regel nicht als akkreditierter Studiengang geführt werden; je nach Landesrecht kann das Folgen für die Genehmigung des Studiengangs haben. Bereits eingeschriebene Studenten können ihr Studium in der Regel abschließen; die Einzelheiten regeln Landesrecht und Hochschule.
Welche Rolle spielen Studenten in der Akkreditierung?
Eine wichtige: In den Gutachtergremien sitzen Vertreter der Studentenschaft, und bei der Begutachtung werden Studenten des Studiengangs angehört. Auch in der internen Qualitätssicherung sind ihre Rückmeldungen, etwa aus Befragungen, eine zentrale Quelle.
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