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Kurse erstellen
Ein guter Kurs beginnt nicht mit Folien, sondern mit der Frage, was Teilnehmer danach können sollen. Aus dieser Antwort folgen Gliederung, Inhalte, Übungen und Prüfung.
Die Artikel dieses Bereichs führen Schritt für Schritt durch die Kurserstellung: Lernziele formulieren, vorhandenes Material nutzen, Sprechertexte schreiben, Lernvideos produzieren, interaktive Elemente einbauen und faire Prüfungsfragen erstellen. Dazu kommen kurze Einführungen in bewährte Vorgehensmodelle wie ADDIE und SAM.
KI kann viele dieser Schritte beschleunigen. Die Artikel zeigen, wo sie hilft und wo Menschen entscheiden müssen.
E-Learning-Kurs erstellen: Schritt für Schritt
Einen E-Learning-Kurs erstellen Sie in neun Schritten: Zielgruppe und Lernziele klären, Material sammeln, eine Gliederung in kurze Module anlegen, Inhalte und Sprechertexte schreiben, Darstellung und Medien wählen, Übungen einbauen, eine Prüfung anlegen, mit echten Teilnehmern testen und veröffentlichen. Moderne Werkzeuge erzeugen aus vorhandenem Material einen ersten Entwurf, den Fachleute prüfen und verbessern.
LeerKurs aus vorhandenem Material erstellen
Aus vorhandenem Material entsteht ein Kurs, indem man Präsentationen, Dokumente, Handbücher oder Videos sichtet, nach Lernzielen neu ordnet, in kurze Module mit Sprechertext umbaut und um Übungen und Fragen ergänzt. KI-Werkzeuge können Material einlesen, Themen erkennen und eine Gliederung vorschlagen; Fachleute prüfen und entscheiden, was übernommen wird.
LeerMicrolearning: kurze Lerneinheiten richtig einsetzen
Microlearning bezeichnet kurze, in sich abgeschlossene Lerneinheiten von meist wenigen Minuten, die jeweils ein einzelnes Ziel verfolgen. Es eignet sich besonders zum Auffrischen, für Wissen direkt am Arbeitsplatz und für verteilte Wiederholung; komplexe Zusammenhänge brauchen dagegen weiterhin längere, aufeinander aufbauende Einheiten.
LeerLernziele formulieren mit der Bloom-Taxonomie
Gute Lernziele beschreiben beobachtbar, was Teilnehmer nach dem Kurs können, mit einem aktiven Verb, einem Gegenstand und möglichst einer Bedingung oder einem Maßstab. Die Lernzieltaxonomie nach Bloom ordnet solche Ziele in sechs Stufen von Erinnern über Verstehen, Anwenden, Analysieren und Bewerten bis Erschaffen und hilft, das Niveau eines Kurses und seiner Prüfung bewusst zu wählen.
LeerPrüfungsfragen erstellen: Multiple Choice und offen
Gute Prüfungsfragen messen genau das Lernziel, auf dessen Stufe es formuliert ist, sind eindeutig und lassen sich nicht durch Raten oder sprachliche Hinweise lösen. Multiple-Choice-Fragen brauchen eine klare Frage und plausible falsche Antworten, offene Fragen ein Bewertungsraster mit festen Kriterien; KI kann Entwürfe liefern, die Fachleute prüfen und verantworten.
LeerLernvideos produzieren: Planung, Aufnahme, Schnitt
Wirksame Lernvideos sind kurz, verfolgen ein Ziel, verbinden gesprochene Erklärung mit passenden Bildern und haben einen klaren, gut verständlichen Ton. Sie entstehen in drei Schritten: Planung mit Drehbuch oder Sprechertext, Aufnahme oder Erzeugung, Schnitt mit Untertiteln; heute lassen sich Lernvideos auch direkt aus Folien und Sprechertext mit einem synthetischen Sprecher erzeugen.
LeerSprechertext schreiben: Texte, die gut klingen
Ein guter Sprechertext ist für das Ohr geschrieben, nicht für das Auge: kurze Sätze, aktive Verben, ein Gedanke pro Satz und eine direkte Ansprache. Er ergänzt die Folie, statt sie vorzulesen, und wird vor der Aufnahme laut gelesen, damit Rhythmus, Betonung und Aussprache von Fachbegriffen stimmen.
LeerInteraktive Elemente im E-Learning, die wirklich wirken
Interaktive Elemente wirken, wenn sie zum Nachdenken zwingen: Verständnisfragen, Entscheidungen in Szenarien, Gesprächsübungen, das Zurückerklären in eigenen Worten und Wiederholung mit Karteikarten. Reines Klicken, Ziehen oder Aufklappen beschäftigt dagegen nur, wenn dabei keine gedankliche Leistung gefordert ist.
LeerADDIE und SAM: Vorgehensmodelle für Kurse
ADDIE ist ein Vorgehensmodell der Kursentwicklung mit fünf aufeinanderfolgenden Phasen: Analyse, Design, Entwicklung, Implementierung und Evaluation. SAM (Successive Approximation Model) setzt dagegen auf kurze Zyklen mit frühen Prototypen und laufender Rückmeldung; ADDIE passt zu stabilen, gut planbaren Vorhaben, SAM zu Projekten mit unklaren Anforderungen oder hohem Zeitdruck.
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